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Zwangserkrankungen

Grundsätzlich werden Zwangsgedanken und Zwangshandlungen unterschieden. Oft treten beide jedoch kombiniert auf.


Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die die Betroffenen immer wieder stereotyp beschäftigen und meist als unangenehm bzw. quälend empfunden werden. Manchmal sind diese Ideen eine endlose Überlegung unwägbarer Alternativen, häufig verbunden mit der Unfähigkeit, einfache, aber notwendige Entscheidungen des täglichen Lebens zu treffen. Grübelzwänge stehen oft in Bezug zu einer Depression.

 

Zwangshandlungen beziehen sich oft auf Reinlichkeit/Sauberkeit (besonders Händewaschen), Kontrollieren (Fenster, Türen, Herd, ...) oder Ordnung. Diesem Verhalten liegt zumeist eine unbewusste Angst zugrunde. Das Ritual ist ein wirkungsloser oder symbolischer Versuch, die gefürchtete Gefahr abzuwenden. Im Allgemeinen erleben die Betroffenen dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv und versuchen, dagegen anzugehen.  Werden Zwangshandlungen unterdrückt, verstärkt sich jedoch zumeist die Angst deutlich.


Quellen:

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unter Beteiligung der Arbeitsgruppe ICD des Kuratoriums für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (2018). ICD-10-GM. Systematisches Verzeichnis. Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision - German Modification.