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Psychosomatik - Somatoforme Störungen


Es werden psychosomatischen Erkrankungen und somatoforme Störungen unterschieden.


Psychosomatische Erkrankungen sind organische Erkrankungen, bei denen psychische oder soziale Faktoren die Entstehung, den Verlauf oder die Folgen der Erkrankung deutlich mit beeinflussen. Es gibt auch unter Fachleuten unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Krankheitsbilder als psychosomatisch im engeren Sinne aufgefasst werden sollen, z.B. weisen auch viele psychische Störungen körperliche Folgeschädigungen auf, wie etwa Anorexie oder Alkoholismus.


Bei den somatoformen Störungen hingegen ist trotz sorgfältiger medizinischer Abklärung kein organischer Befund nachweisbar. Die Betroffenen sind sehr besorgt, möchten wiederholt medizinische Untersuchungen, obwohl ÄrztInnen versichern, dass trotz genauer Abklärung keine organische Ursache gefunden werden konnte.

 Formen der somatoformen Störungen: 

  • Somatisierungsstörung (wiederholt auftretende, häufig wechselnde körperliche Symptome über mehrere Jahre, medizinische Untersuchungen verlaufen ohne Ergebnis)
  • Hypochondrische Störung: Vorherrschendes Kennzeichen ist eine beharrliche Beschäftigung mit der Möglichkeit, an einer oder mehreren schweren und fortschreitenden körperlichen Krankheiten zu leiden. Normale oder allgemeine Körperwahrnehmungen und Symptome werden von den PatientInnen oft als abnorm  interpretiert und die Aufmerksamkeit meist auf nur ein oder zwei Organe gerichtet. Oft geht diese Störung mit Angst oder Depression einher.
  • Somatoforme autonome Funktionsstörung (subjektive Beschwerden wechselnder Natur wie flüchtige Schmerzen, Brennen, Schwere, Enge und Gefühle, aufgebläht oder auseinander gezogen zu werden, die vom Patienten einem spezifischen Organ oder System zugeordnet werden)
  • Somatoforme Schmerzstörung (andauernder, schwerer und quälender Schmerz, der durch eine körperliche Störung nicht ausreichend erklärt werden kann; Beginn, Schweregrad oder Aufrechterhaltung der Schmerzen stehen mit emotionalen Konflikten oder psychosoziale Belastungen in Zusammenhang)

 

Quelle:

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unter Beteiligung der Arbeitsgruppe ICD des Kuratoriums für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (2018). ICD-10-GM. Systematisches Verzeichnis. Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision - German Modification.